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Airbus A300 stürzt auf New YorkNew York, 12.11.2001, 15:17: Auf die Stunde genau 62 Tage nach den Attentaten auf das World Trade Center ist in New York wieder ein Flugzeug abgestürzt. Dabei kamen vermutlich alle 249 Passagiere und 9 Besatzungsmitglieder ums Leben, etliche Häuser wurden zerstört oder brennen.Der zweistrahlige Airbus A300 mit 249 Passagieren und 9 Besatzungsmitgliedern an Bord ging auf ein Wohnviertel im Süden des Stadteils Queens nieder, wo er vier Wohnhäuser völlig zerstörte, vier weitere schwer beschädigte und etwa ein Dutzend in Brand setzte. Dabei wurden mindestens 16 Anwohner und Passanten verletzt und wahrscheinlich alle 258 Personen im Flugzeugs getötet, sechs Anwohner werden noch vermisst. Da der 12. November für die Bewohner des Bezirks arbeits- und schulfrei war, könnten noch mehr Opfer zu beklagen sein. Der Flug 587 der American Airlines war drei Minuten zuvor, um 9:14 Uhr Ortszeit, vom Flughafen John F. Kennedy gestartet und auf dem Weg nach Santa Domingo in der Dominikanischen Republik. Die Absturzstelle liegt etwa acht Kilometer vom Flughafen und etwa fünfzehn von den Überresten des World Trade Centers entfernt. Nach Absturz wurde Alarmstufe eins für alle Rettungskräfte ausgelöst, 44 Fahrzeuge und rund 200 Feuerwehrleute rückten zu drei Einsatzstellen aus. Vorsichtshalber wurden unmittelbar nach dem Absturz alle Brücken und Tunnel in New York gesperrt, zudem das Empire State Building evakuiert, alle Flughäfen geschlossen sowie der Luftraum über New York für alle Flüge gesperrt. Inzwischen ist nur noch die unmittelbare Absturzstelle abgesperrt, alle anderen Beschränkungen wurden am späten Nachmittag wieder aufgehoben. Bis zum späten Abend konnten 240 Leichen geborgen werden, mit Überlebenden aus dem Wrack wird nicht gerechnet. Auch der Flugdatenschreiber wurde gefunden und befindet sich zur Auswertung in Washington D.C. Augenzeugen berichten, die Maschine sei ungewöhnlich niedrig geflogen. Kurze Zeit später hätte es an der rechten Tragfläche eine Explosion gegeben. Das Seitenleitwerk wurde in der Jamaica Bay gefunden, das rechte Triebwerk ging in einiger Entfernung vom Rumpf auf eine Tankstelle nieder, ohne größere Schäden anzurichten. Großteile des Treibstoffs der vollgetankten Maschine verteilten sich im Bezirk Rockaway, die Flammen wurden erst in der Nacht vollständig gelöscht. FBI und Pentagon haben vor dem Ereignis keine ungewöhnlichen Vorkommnisse verzeichnet, auch gebe es keine Anzeichen für einen Terroranschlag. Die Ursache für den Absturz ist indes rätselhaft: Erst am vergangenen Sonntag wurde der Aribus A300 einem Routine-Check unterzogen, die letzte große Wartung fand am 3. Oktober statt, die letzte Generalüberholung im Dezember 1999. Die Flughafenleitung sprach zunächst von keinen besonderen Vorkommnissen im Funkverkehr, der Pilot habe keine Notsituation oder technische Probleme gemeldet. Dem widerspricht der Pilot einer anderen Fluggeselschaft: der Pilot der Unglücksmaschine habe kurz vor dem Absturz von technischen Schwierigkeiten gesprochen. Inzwischen hat auch die Flughafenleitung dies bestätigt. Mit genaueren Informationen über den Hergang des Unglücks ist erst nach Auswertung des Flugdatenschreibers heute oder Mittwoch zu rechnen, möglicherweise wird auch der Cockpit Voice Recorder noch gefunden und hilft bei der Aufklärung. (von Mirko Dölle) |
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