Landesfeuerwehrverband Hessen

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Ministerpräsident informierte sich über die Hochwasserlage am Main

Hessens Ministerpräsident Roland Koch hat sich am 4. Januar 2003 gemeinsam mit dem Landrat des Kreises Offenbach, Peter Walter, in Mühlheim und Hainburg über die Hochwasserlage am hessischen Main informiert. Hainburgs Gemeindebrandinspektor Werner Merget und der stellvertretende Kreisbrandinspektor Rolf Keim gaben den Politikern einen Einblick in die Tätigkeit der eingesetzten Hilfskräfte und stellten die aktuelle Lage vor.

Bereits seit dem Vorabend waren die Freiwilligen Feuerwehren der Mainanlieger des Kreises Offenbach im Einsatz. Es handelt sich dabei um die Kommunen Mainhausen, Seligenstadt, Hainburg und Mühlheim. Die Kräfte verstärken gemeinsam mit dem Technischen Hilfswerk (THW) und der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) die Dämme und füllen Sandsäcke, die bei Bedarf zum Einsatz kommen. Ein Auspumpen der durch Grundwasser bereits vollgelaufenen Keller kam zu diesem Zeitpunkt noch nicht in Frage, da die Häuser sonst aufschwimmen würden.

Ministerpräsident Roland Koch informierte sich am Abend des 4. Januar im Feuerwehrhaus des Hainburger Stadtteils Klein-Krotzenburg und direkt am Main über die Tätigkeit der Einsatzkräfte. Wie W. Merget erläuterte, sei von steigenden Wasserständen auszugehen: "Wir rechnen damit, dass der Pegelstand von 1995 mit damals 6,26 Meter überschritten wird." Dies sei eine erhebliche Steigerung gegenüber dem Normalpegel von etwa 1,40 Meter. Erstmals im Einsatz ist in Klein-Krotzenburg ein "Quickdamm-System" aus dem Katastrophenschutzlager des Landes Hessen. Dieses besteht aus in Aluminiumträgern eingehängte Kunststoffbahnen, die mit Wasser gefüllt werden. Damit wurde eine 130 Meter lange Strecke am Schillerplatz abgesichert. Gegenüber den üblichen Sandsackdämmen ist damit eine erhebliche Personal- und Zeitersparnis möglich. Dennoch waren im Laufe des Tages rd. 130 Kräfte aus Hainburg und den Nachbarfeuerwehren im Einsatz.

Bei seinem Besuch dankte der Ministerpräsident den eingesetzten Kräften für ihr Engagement für die Bewohner der Kommunen. Er gab die Einschätzung ab, dass dies nach dem Hochwasser an der Kinzig die schwierigste Lage in Hessen sei. Doch habe er in Hainburg den Eindruck gewonnen, dass diese Lage sehr professionell bearbeitet werde. Auch die vom Land Hessen beschafften "Quick-Dämme" stellten offensichtlich eine Erleichterung für die Feuerwehrfrauen und -männer dar. (Günter Fenchel)


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